Der Schulwald

Im Jahr 2014 hat die Stadt Vechta auf ihrer Fläche nahe der Ortsumgehung Nordspange ein Schulwaldprojekt gestartet. In Zusammenarbeit mit der Elisabethschule und der Ludgerus-Schule sowie der Stiftung Wald pflanzte sie auf dem ca. 10.000 Quadratmeter großen Areal heimische Baumarten. Als Ausgleich für eine geplante städtebauliche Entwicklung an der Lohner Straße wurden dort im Jahr 2016 allein ca. 6500 Quadratmeter Mischwald entwickelt. Der Wald ist bereits gut gewachsen. Seit Jahren wachsen dort Buche, Eiche, Ahorn, Linde, Erle und Esche. Die Projektpartner entschieden sich ganz bewusst für hochwertige heimische Baumarten, um dem Aktionsmotto „Schulwälder gegen Klimawandel“ gerecht zu werden. Ein Rundpfad führt durch den inzwischen dicht bewachsenen Wald. Links und rechts des Weges stehen auf kleinen Tafeln Informationen über die Baumarten. Auf einer großen Tafel im Zugangsbereich ist zu lesen, dass 4685 Bäume und 1700 Sträucher geplanzt wurden.
Neben Pflanzaktionen beinhaltet die Partnerschaft auch Projekttage, an denen Schülerinnen und Schüler in dem grünen Klassenzimmer viel über den Wald und die Baumarten lernen. Auch die Baumpflege, der Umgang mit Werkzeug sind wichtige Unterrichtsthemen „rund um den Schulwald“.
Der Waldcampus – mehr als 10.000 Euro wurden mit Hilfe von Sponsoren in das Projekt investiert.
Im Schulwald gibt es jetzt überdachte Sitzplätze und eine Hütte für Werkzeuge und Arbeitsmaterial. Mit dem neu errichteten Waldcampus macht das Projekt, das die Stadt Vechta auf ihrer Fläche gemeinsam mit Partnern vor zehn Jahren gestartet hatte, einen großen Fortschritt. Insbesondere profitieren davon die Schülerinnen und Schüler der Ludgerusschule und der Elisabethschule, die sich um den etwa einen Hektar großen Wald kümmern.
Mehr als 10.000 Euro wurden mit Hilfe von Sponsoren in das Projekt investiert. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs errichteten die Schutzunterstände für die Sitzplätze und die Hütte. Schulleiter Clemens Feldhaus (Ludgerusschule) und Christian Meyer (Elisabethschule) dankten den Unterstützern bei einem Treffen vor Ort. Anschließend führten Schülergruppen die Gäste durch den Schulwald.
Vechtas Bürgermeister Kristian Kater betonte bei der Einweihung des Waldcampus, dass der Schulwald ein tolles Beispiel für Renaturierung sei. Der Wald sei ein Ort, an dem Schüler erfahren, was Natur ist und wie sie diese pflegen und schützen können.
Als Nächstes soll dort eine Käferburg eingerichtet werden. Dabei handelt es sich um eine Kuhle mit Totholz, welche mit Erde und Häckselgut aufgefüllt wird. Diese soll als Brutstätte für Käfer dienen.

